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Wer ist der Chef deiner Hormone? Cortisol!

Cortisol ist ein Stresshormon und der Ranghöchste im Hormonenhaushalt.

Unsere Zellen werden jeden Tag von verschiedenen Hormonen umspült. Das ändert sich manchmal im Minutentakt. Mit Ernährung und Stressverhalten beeinflussen wir das Geschehen maßgeblich.

Progesteron steuert  Emotionen und Schlaf, Testosteron steuert Vitalität und Selbstvertrauen, Pregnonolon ist die Stamm-Mutter der Geschlechtshormone, steuert aber auch Gedächtnis und Vorstellungsvermögen, Leptin steuert das Hungergefühl und ob ich meine Nahrung wirlich nutze oder nur um die Körpermitte ansetze, Inulin steuert wie ich den Treibstoff nutze, Oxytocin ist Kuschel-Wohlfühlhormon und Transmitter zugleich.

Nachhaltiger Stress ist der Feind eines ausgeglichenes Hormonsystem. Die problematischte Hormonschwankung unserer Zeit ist:

“Cortisol chronisch zu hoch” : Dann bist du müde aber kannst nicht schlafen und hast vermutlich erhöhten Blutdruck, vielleicht Diabetes, vielleicht eine andere chronische Erkrankung, hast Fett um die Bauchmitte angesetzt,  bist trotzdem ständig hungrig, vielleicht depressiv und kannst dir nichts merken  (Dr. Sara Gottfried: Die Hormonkur, VAK 2014)

Cortisol nimmt absolut keine Rücksicht auf die anderen Hormone, er ist der Hormonchef und wenn er zu hoch ist, dann wird der Progesteronrezeptor blockiert. Dann versucht die Schilddrüse zu kompensieren, indem sie die gesamte Hormonproduktion drosselt. Die Schilddrüse ist dann so müde, dass es weniger Schilddrüsenhormone gibt, was den Stoffwechsel insgesamt verlangsamt. Jetzt bist du müde, aber aufgedreht und nimmst zu, wenn du nur ein Stück Kuchen anschaust. Und dein Alterungsprozeß wird beschleunigt.

Um die Hormone ins Gleichgewicht zu bringen, muss also Ruhe rein. Die Stressreaktionen „Kampf-Flucht-Totstellen“ müssen ausgehebelt werden und an ihrer Stelle beruhigende Maßnahmen kommen. Kümmere dich um deinen Cortisolspiegel, als würde dein Leben davon abhängen, denn: 95% aller Krankheiten werden durch Stress verursacht und verschlimmert (1)

Bei der Hälfte aller Depressiven ist der Cortisolspiegel zu hoch. Zu viel Cortisol schrumpft (!) das Gehirn und schädigt die Nerven. Sowohl das Auftreten als auch das Fortschreiten von MS hängen mit Stress zusammen. (Dr. Sara Gottfried: Die Hormonkur VAK 2014).

Wer sich eine Umwelt frei von schädlichen Chemikalien wünscht, ist in unserer Zeit genauso schlecht dran, wie jemand mit dem frommen Wunsch, ein stressfreies Leben zu führen. Es sind verrückte Zeiten und ein Hoch auf uns, dass wir es bis hierher geschafft haben! Vieles können wir nicht beeinflussen. Hier sind aber, wie angekündigt,  8 Tipps, wie du deinen Cortisolspiegel senken kannst:

  • 85% Schokolade essen…gute Nachricht, oder?
  • Auf Alkohol, Nikotin und Kaffee verzichten…eine reifere Leistung
  • Massage, Körperkontakt, Orgasmus, denn dann wird Oxytozin ausgeschüttet und das senkt dein Cortisol-Level
  • Meditation
  • Entspannungstechnik lernen, wie PMR oder Yoga
  • Atementspannung wie Wechselatmung (Anuloma Viloma) und chanten/singen, auf alle Fälle Übungen, wo die Ausatmungen doppelt so lang sind, wie die Einatmungen
  • Adaptogene Heilkräuter (stärken die Wiederstandsfähigkeit deines Körpers gegen die Auswirkungen von Stress) allen voran Ginseng und Rosenwurz. Ashwagandha, Neem und Maca gehören auch zur Familie “Ginseng”
  • Bewegung (in der Natur gehen), Hiit bzw. Burst-Training, Yoga und andere achtsame Heilgymnastik. Joggen bzw. Cardio ist im Verdacht,  Stress-auslösend zu sein

Wie eben ausgeführt, sorgt Stress für Störungen im Hormonsystem. Nicht selten geht ein chronisch hoher Cortisolspiegel mit einer Schilddrüsenunterfunktion einher. Das ist wirklich schlecht, denn die Umweltgifte setzten der Schilddrüse so oder so schon zu: „Es gibt endokrine Disruptoren. Zu ihnen gehören über 150 Industriechemikalien. z.B. PCB, Dioxin, Bisphenole, Erythrosin und der Farbstoff E127. Sie beeinträchtigen eindeutig den T3 Spiegel deiner Schilddrüse“ (Gottfried:285). Wenn du immerzu müde bist, Gewichtsschwankungen erlebst und deine Stimmung schwankend ist, dann könnte es die Schilddrüse sein. Was sollen wir gegen Umweltgifte tun? Wie können wir uns schützen? Ich weiß es nicht. Ich kann nur auf meine Ernährung achten, mein Darmmikrobiom liebevoll pflegen, meinen Cortisol in Schach halten und die Entgiftung meines Körpers unterstützen. Und zwischendurch an die Politik appellieren. (Weiterführende Literatur: Klaus-Dietrich Runow: Wenn Gifte auf die Nerven gehen. Südwest 2008. www.umweltmedizin.org)

(1) (Dr. Mark Hyman http://drhyman.com/blog/2010/05/19/stress-tips-calm-your-mind-heal-your-body/)