Project Description

Brisante unbekannte Fastenstudien

kommt mit auf einer Reise in die Sovjetunion und in eine Welt, wo der Körper sich selbst heilt

   Wir sind in der westlichen Gesellschaft in einer Sackgasse geraten: Zivilisationserkrankungen und chronische Erkrankungen steigen an. Die Medikamente, die von den Ärzten verschrieben werden können höchstens behandeln, nicht heilen. Die Nebenwirkungen der Medikamente machen weitere Medikamente notwendig. Ab 5 Medikamenten kann keiner – auch nicht die Ärzte – vorhersagen, wie die Wechselwirkungen ausfallen werden. Meine Nachbarin oben erhält 10 verschiedene. Man sagt, das sei normal ab dem Rentenalter!

       In Sibirien ist Fasten seit 15 Jahren fester Bestandteil des staatlichen Gesundheitsystems. In die Fastenkliniken kommen die Patienten, die als „austherapiert“ gelten, wo die Medizin aufgegeben hat. Denn während der Sovjet-Zeit lief eine beeindruckend große Studie mit tausenden Patienten und mit einer Laufzeit von 40 Jahren zum Thema Fasten. Die Ergebnisse der Studie sind ebenso beeindruckend: Nur wurden sie im Zuge des eisernen Vorhangs nie übersetzt. Die 10.000 Patientenakten lagern in russischen Bibliotheken und bilden das Fundament des Fastens als staatliche Gesundheitsmaßnahme, „der letzten Hoffnung“, für chronisch Erkrankte. Nach einer oder mehreren Fastenkuren waren und sind bei 2/3 der Patienten sämtliche Symptome von u.a. Asthma, Bluthochdruck, Diabetes, Rheuma und Allergien verschwunden. Die ärztliche Aufsicht lässt ein Weglassen sämtlicher Medikamente ab dem 3. Tag zu!

      Reisen wir zurück in die Zeit, um die Geburt der großen russischen Fastenstudie zu begreifen: Wir befinden uns in den 1950érn in der psychiatrischen Klinik Korsakov in Moskau. Der Psychiater Prof. Juri Nikolajew verzichtet bei einem Patienten, der die Nahrung verweigert, auf die Zwangsernährung, die sonst, neben Zwangsjacke und Sedierung zur „Therapie“ gehören. Er vertraute dem Patienten. Der Mann fing nicht nur nach einiger Zeit das Sprechen, Bewegen und Essen an, sondern er wurde gesund. Nikolajew experimentierte weiter mit dem Fasten mit anderen Patienten. Der Erfolg übertraf alle Erwartungen. Er behandelte erfolgreich Depressive, Phobiker und Schizophrene, indem er sie durchschnittlich 25 Tage lang fasten ließ. Die Kur war einfach und ist es bis heute geblieben: Nichts als Wasser! Dazu stellte er überrascht fest, dass nicht nur die psychischen Erkrankungen heilten, sondern auch körperliche Erkrankungen. Die übrige Ärzteschaft von Russland hielt ihn für einen Spinner und lehnte die Methodik grundsätzlich ab, weil sie nicht verstanden, wie das Übel Namens „Hunger“ etwas Gutes hervorbringen könnte, außer Leid. Nikolajew hatte aber die Heilerfolge erlebt und startete daher ein umfangreiches Forschungsprojekt, dass die Kritiker zu Schweigen bringen sollte und Geschichte schrieb. 8000 Patienten nahmen teil. Ergebnis: Fasten wirkt sedativ (beruhigend) und antidepressiv bei 70% der Patienten. 6 Jahre später galt das immer noch für 47%! Auch hier beobachtete er, dass zusätzliche chronische Erkrankungen heilten.

      Nikolajew informierte die Behörde. Diese stand den Ergebnissen skeptisch gegenüber und initiierte erneut eine noch umfassendere Studie! Eine Reihe von renommierten Medizinern ( u.a. Prof. Kokosov und Prof. Maximov) wurde vom Militär (!) dazu verdonnert, die Ergebnisse zu überprüfen. Wieder nahmen aber tausende Patienten teil. Die Ärzte bestätigten schließlich Nikolajews ursprüngliche Erfahrungen und Studie, obgleich sie nicht erklären konnten, warum und wie Fasten sowohl psychische, wie auch chronische Erkrankungen rückgängig machen kann. Eine Theorie war, dass Fasten Stress für den Körper sei. Dieser Stress löse aber die Selbstheilungsfähigkeiten aus, die durch unsere normale Lebensweise unterdrückt würde. Was wir wissen, ist dass Fasten eine Art Alarm im Körper auslöst, was wiederum Hormone, wie Adrenalin, Glucagon und Cortisol ausschüttet. Cortisol wirkt entzündungshemmend und muss sonst teuer in der Apotheke unter dem Namen Cortison besorgt werden.

Bislang hat kein europäischer Staat solche Forschung finanziert (oder übersetzt). Die Pharmaindustrie zeigt Zurückhaltung – eine kostenlose Wunderpille namens Fasten? Damit lässt sich kein Geld verdienen, sondern man verliert auch noch „Kunden“, weil sie gesunden.

    Dr. Michalsen von der Charité in Berlin kämpft als einer der wenigen in Deutschland einen einsamen und wenig beachteten Kampf, um Fasten auf der Landkarte unseres Bewusstseins zu platzieren. Er behandelt Stoffwechselerkrankungen mit Fasten. Er stellt im Film „Fasten und Heilen“ fest, ohne die Studien aus der Sovjetunion zu kennen, dass Fasten Serotonine (Glückshormone) freisetzt, Schmerzhemmend wirkt und die Sensibilität der Insulinrezeptoren erhöht (macht Diabetes den Garaus). „Wenn ich ein neues Medikament entwickelt hätte, mit diesen Wirkungen, stünde mein Telefon nicht still…man würde uns mit Fördermitteln überhäufen“, sagt der Chefarzt im Filminterview. Fasten sei halt nicht (finanziell) interessant. Gleichzeitig werden die kritischen Stimmen nicht müde, vor den vermeintlichen Gefahren zu warnen (Fasten führe zu Eiweißabbau und schließlich zum Tod, sagen sie. Dabei zeigten die Studien, dass der Eiweißabbau nur am 2.-3. Fastentag Glukose von den Muskeln erfolgt. Danach nimmt er Energie aus dem Fett, den Ketonkörpern. Dieser Prozess machen wir uns in der ketogenen Diät zu Nutze, die bei Krebs und neurologischen Erkrankungen eingesetzt wird).

Dr. Michalsen fährt im Film fort „Historisch gesehen ist es nicht normal, dass wir regelmäßige Mahlzeiten zu uns nehmen und einen vollen Kühlschrank haben. Der Körper hat also eher ein Problem, wenn wir NICHT fasten“. Mangel verträgt der Körper besser, als Überfluss. Die Frage, die gestellt werden kann, ist: Reaktiviert das Fasten ur-alte Reflexe?

      Dr. Valter Longo traute sich, dieser Frage nachzugehen, obgleich er viel Widerstand an seinem Arbeitsplatz (University of California) hatte. Schließlich überredete er ein paar junge Wissenchaftlerinnen mitzumachen. Deren hehres Ziel: Krebs und chronische Erkrankungen einzudämmen! Viele Studien haben es bis jetzt gezeigt: Ein Tier, das wenig Nahrung zu sich nimmt, lebt länger. Dr. Longos Team wollte nun herausfinden, ob Fasten auch gegen die üblen Nebenwirkungen der giftigen Chemotherapie helfe. Beide Mäusegruppen erhielten die doppelte Chemo-Dosis, die dann wirklich lebensgefährlich ist. Die Versuchsreihe mit Mäusen zeigte:

Hungern schwächt nicht den Organismus, sondern STÄRKT ihn gegen Gifte, wie Chemo. Nur die fastenden Mäuse überlebten die Chemotherapie.

      Die Versuchsreihe wurde in anderen Labors auf der Welt wiederholt, um ganz sicher zu sein. Das Ergebnis war jedes Mal das Gleiche. Das Ergebnis steht im Gegensatz zu der Anweisung an Patienten, sehr viel Nahrung vor der Chemo zu vertilgen. Und apropos Menschen: Die klinische Studie hierzu hat zwar angefangen, aber es wird 10 Jahre dauern, bis sie fertig ist. Manche haben nicht so viel Zeit!

      Dr. Valter Longo und Dr. Tanya Dorff vermuten, dass die Zelle beim Fasten auf Schutzbetrieb umschaltet. Das kann die Krebszelle nicht, weil sie mutiert ist. Sie kann nur überleben, wenn sie Glucose zu essen bekommt -und hat den Ur-Reflex der gesunden Zelle nicht, die einach auf Ketose umschalten kann (Glukose aus Fett machen). Fasten schwächt also auch so oder so ohne Chemo die Krebszellen! Wählt man Chemo, kommt der Körper durch das Fasten wesentlich (!) besser mit dem lebensgefährlichen Gift klar.

Klar, dass Dr. Longo auf einem Kongress die Vertreter der Pharmaindustrie dazu aufforderte, ein Medikament zu entwickeln, das genauso oder noch wirksamer gegen Krebs ist, wie das Fasten. Das war im Jahre 2010. Es ist nicht viel passiert, außer, dass die „Empfehlung“ von 3 Zyklen Chemotherapie auf 5(!) erhöht wurde.

       Sogar bei Hippokrates, jenem Hippokrates, dessen Eid bei den meisten Schulmedizinern dekorativ im Behandlungszimmer aufgehängt ist, gibt es einen eindeutigen Satz zum Fasten: „Sei mäßig in allem, atme reine Luft, treibe täglich Hautpflege und Körperübung … und heile ein kleines Weh eher durch Fasten als durch Arznei.“

Alle Zitate aus dem Film: Fasten und Heilen. Altes Wissen und neue Forschung. Sylvie Gilmann & Thierry de Lestrade, Arte France,Dokumentation Frankreich 2011

Lesenswertes Buch: Dr. Rüdiger Dahlke „Das große Buch vom Fasten“ 2008 Arkana

Lesenswerte (Europäische) Studie: „A Diet Mimicking Fasting Promotes Regeneration and Reduces Autoimmunity and Multiple Sclerosis Symptoms”: Young Choi, Laura Piccio, Valter D. Longo et al. Cell Reports, Vol. 15/10, S. 2136–2146, 7. Juni 2016

Dr. Marcus Bock, Kollege von Dr. Michalsen Charité Berlin, ist auf www.zuckerfasten.de vertreten.  Der Menüpunkt “Öffentlichkeit” verlinkt zu guten, motivierenden Film-Beiträge zum Thema Fasten, z.B. http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=65671