Schutzfaktoren

Wie es auch immer um den wichtigsten Schutzfaktor steht – deine Ernährung – Diese folgenden Schutzfaktoren sollten unbedingt zu deinem Lebensstil gehören, wenn du irgendeine chronische Erkrankung hast (es ist egalob MS, Morbus Crohn, Diabetes, Rheuma oder, oder)

Schutzfaktor Bewegung

“Wie soll das denn gehen”, fragst du? Jede Bewegung tut weh, selbst das Atmen und trotzdem fordert man dich auf, dich täglich bewegen. Ja! Weil fehlende Bewegung in die Bewegungslosigkeit führt. Das ist schlecht für ein System wie der Körper, dessen Strukturen auf Bewegung angewiesen sind, um zu funktionieren.

Und weil Bewegung…

  • Die Zellatmung aktiviert (=mehr und stärkere Mitochondrien; das sind Kraftwerke deiner Zellen)
  • Fatique/ Müdigkeit verringert (Deine Müdigkeit wird nicht dadurch verringert, dass du dich schonst – im Gegenteil!
  • Muskeln erhält und aufbaut, hingegen Insulin, Cortisol (Stress) und Leptin abbaut
  • Entzündungshemmend wirkt (schädliche Immunfunktionen werden reduziert)
  • Und weil Muskeln Herz, Gehirn (!) und Lungen auf Bewegung angewiesen sind, um überhaupt zu funktionieren und gesund zu bleiben.„Bewegung nimmt direkt Einfluss auf Gehirn und Rückenmark. Unser Gehirn ist buchstäblich auf die Wachstumsfaktoren angewiesen, die durch Bewegung hormonell im Gehirn freigesetzt werden, um die Gehirnzellen zu versorgen

In meinem Übungsheft „Yoga auf und mit dem Stuhl“ und auf der Website vom Verein plädiere ich für das imaginäre Üben, wenn der Körper „verhindert“ ist. Das Üben in der Vorstellung ist genauso zeitintensiv, wie das „reale Üben“ zu gestalten. Du nutzt alle Sinne: Du spürst die Anstrengung, riechst den Schweiß und merkst die Wärme, die produziert wird. Dr. Joachim Faulstich spricht von den Spiegelneuronen im Gehirn, die den Unterschied nicht kennen, zwischen Vorstellung und realem Tun. Imaginäres Üben wird schon lange bei Spitzensportlern eingesetzt. Und seit einigen Jahren, mit Erfolg, in der ReHa. Imagination und Tun sind für das Gehirn nicht so unterschiedlich, wie es auf den ersten Blick aussieht. Das Muskelkraft-Experiment von Dr. Guang Yue und Kelly Cole zeigte, dass der Muskelzuwachs derer, die nur in der Vorstellung geübt hatten nur 8% geringer war, als bei der Kontrollgruppe, die tatsächlich trainiert hatte!

Schutzfaktor “Frische Luft und Sonne”

beinhaltet, dass du deiner Haut tatsächlich der Sonne aussetzt. Ohne Mütze und Handschuhe. 15 Minuten 5mal die Woche. Über die Bedeutung von Vitamin D bei Autoimmunerkrankungen wurde viel geschrieben. Bei Sowohl Dr. Wahls, wie auch bei Prof. Jelinek ist Vitamin D / Sonne tanken eine immens wichtige Säule.

Schutzfaktor Entspannung & Meditation

Bei fast allen mit einer Autoimmunerkrankung ist der Cortisol-Gehalt im Blut zu hoch. Cortisol ist ein Stresshormon. Es ist keine Kunst, in unserer „Zivilisation“ gestresst zu sein. Es ist auch keine Kunst, wenn man schwer krank ist, sehr gestresst zu sein. Stress wird von jeder Sorge, Grübelei und Ärger verursacht und muss aktiv von dir durch geeignete Entspannung und/oder Bewegung abgebaut werden. Dr Lissa Rankin schreibt:„Sind wir im Griff negativer Überzeugungen, nimmt das Gehirn dies als Bedrohung wahr. Wenn es nach ihm ginge, könnte uns genauso gut ein Löwe auf den Fersen sein. Kampf oder Flucht, das ist jetzt die Frage.

In diesem artikel habe ich zusammengefasst, warum Cortisol für uns so gefährlich ist, und was wir tun können, um ihn zu “zähmen”:

Cortisol zähmen