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Bewegung bringt Veränderung

-von Gedanken zu Gelenken

Wie trotz allem bewegend sein das Gedankenkarussell stoppt

„Wenn 2 Gelenke sich bewegen, kann das Gehirn nicht mehr kompliziert denken“(1)

Ich habe ein spannendes Seminar besucht: „Die inneren Schalter -und plötzlich wird vieles leichter“. Die Rossini-Kohärenz-Methode von Dr. Peter Bergholz.  Was Rhythmik mit Entspannung zu tun hat und warum Bewegung Veränderung bringt, das erfuhr ich auf eine eindrucksvolle Art und Weise, sodass ich nun jeden Morgen 6-8 Minuten zu „Norwegian Wood“ von The Beatles meine Gelenke rhythmisch bewege.

Ihr habt alle bestimmt auf meiner Website gelesen, wie wichtig es ist zu lernen, wie man den Parasympathikus zu aktivieren, um den Körper aktiv in den Entspannungsmodus zu versetzen. In unserer Gesellschaft ist meist der „Sympatikus“ dauer-aktiv, der Stress-Chef, was unsägliche negative Folgen für die Gesundheit und das Seelenleben hat. Man kann nicht „ein bisschen“ gestresst sein. Entweder ist der Sympatikus Chef, oder eben der Parasympathikus.

Wir können leider nicht mit Gedanken Einfluss auf das Denken nehmen

-Obwohl viele Selbsthilfebücher in den letzten Jahren uns das weismachen wollten. Wir können aber ein „Körpermilieu“ herstellen, wo Aufregung unmöglich ist. Im Gehirn gibt es einen großen Bereich, der für das Denken zuständig ist. Vereinfacht ausgedrückt liegt darunter das limbische System (Verarbeitung von Emotionen). Das limbische System beeinflusst das Denken!

Und was beeinflusst das limbische System? Körperbewegungen! Über Körperbewegungen können wir also Einfluss auf unser Denken nehmen. Es gilt in der modernen Hirnforschung folgende Regularität:

„Wenn 2 Gelenke sich bewegen, kann das Gehirn nicht mehr kompliziert denken“ (1)

Wir haben ein Problem, wenn wir eine zu starke Erregung erleben, oder (und) an der Erregung festhalten. Die Lösung lautet:„Von Gedanken zu Gelenken“.

Und dann wurde an jenem Samstag Musik in 6/8 Takt aufgelegt und “ungewöhnliche” Bewegungen ausprobiert

…zunächst bewegten wir den Kiefer, dann kamen die Schulter dazu. Wenn wir Kiefer und Schultern in Bewegung halten, verhindern wir schon mal „Schlimmeres“, denn das sind die Erregungsspeicher par Excellence. Diese regelmäßig rhythmisch zu lockern, kann schon viel bringen. Der Kiefer sollte sich weiter bewegen, wenn wir nun auch die Ellenbogen und Handgelenke bewegten. Ein mittelmäßig fröhlicher Gesichtsausdruck schadet dabei nicht! Wir nahmen Hüfte, Knie und Füße dazu. 4 Takte Bewegung, 2 Takte Pause.

Der 6/8 Takt soll besonders günstig für unsere Entspannung sein

Aus ungewohnten Bewegungen wurde ein individueller Groove. Und tatsächlich: Nach einer Weile kam ein gutes Körpergefühl. Ich entschied mich mitten im „Getanze“ dafür, dieses simple „Gelenke-Bewegen“ in meinen Tagesablauf einzubauen. Und jedes Mal, wenn ich Aufregung spüre, die Kiefer und Schultern tänzerisch zu bewegen. Die Bewegungen können sehr subtil sein – kaum von Außen bemerkbar-  und so auch im Alltag Verwendung finden.

 

1) Dr. Bergholz verwies hier auf die Arbeit von Dr. Peter Bolen und Prof. Gerald Hüther. Ich habe ihre Studien nicht gelesen, kann also nichts Näheres dazu sagen.