Natürlich lindern

-heimische Wildkräuter sind unsere Helfer

Bei dir und bei mir vor der Haustür wachsen Brennessel, Melisse, Frauenmantel, Giersch, Scharfgarbe, Spitz-und Breit-Wegerich, Löwenzahn, Holunder und Lindenblüten

Wildkräuter enthalten Salvestrol (Bitterstoffe /sekundäre Pflanzenstoffe).  Salvestrole sind ein Wundermittel, wie es in keinem Labor der Pharmaindustrie hergestellt werden kann: Schmerzstillend, Virenbekämpfend und Krebsprävention zugleich!

Die Pflanze bildet sie nach einer Infektion oder Verletzung. Wenn wir die Wildkräuter zu uns nehmen, gehen diese “Superkräfte” auf uns über. Diese Stoffe werden von der Pflanze aber nur gebildet, wenn sie wirklich gebraucht werden. Daher haben konventionell angebaute Gemüse und Kräuter, die von Pflanzenschutzmitteln beschützt wurden, diese Stoffe nicht! Die Bitterstoffe der Wildkräuter erfüllen im menschlichen Körper die gleiche Schutzfunktion, wie ursprünglich in der Pflanze, nämlich die Abwehr und Entgiftung von körperfremden Giften (aus: “Die gesunde Wildkräuterküche” von Schober & Hartmann, BLV 2012).

Viele Wildkräuter wachsen sogar bei uns das ganze Jahr

Brennnessel

Brennnessel ist so eine Pflanze, die man auch unter der Schneedecke findet. Ich nehme die obersten Blätter (gerne auch mit den Samen) und werfe sie liebevoll in meinen Smoothie. Nach dem Mixen brennen die Härchen nicht mehr. Mit Banane gemischt ist der Geschmack excellent. Brennnessel wäre ein guter Anfang für Kräuter-Neulinge: Leicht zu identifizieren, schmackhaft und leicht schmerzstillend. Reich an Vitamin A, C, Eisen, Kalium, Mangan und Calcium ersetzt sie oft bei mir den Spinat. Ihre Wirkstoffe werden in der Medizin als Antirheumatikum eingesetzt. Sie ist also für alle, die mit schmerzenden Gelenken zu tun haben. Die Pflanze sollte nicht bei Ödemen, sowie Herz-und Nierenerkrankungen verwendet werden, sagt die Medizin.

Löwenzahn

-finde ich auch das ganze Jahr. Ihre Bitterstoffe sind eine Elixir für die Leber und Galle, und selten in anderen Pflanzen zu finden. Bitterstoffe sind selten geworden: herausgezüchtet wurden sie aus unserem Gemüse, damit der Geschmack besser wurde. Das ist eine gesundheitliche Katastrophe, finde nicht nur ich. Gerade deshalb kriegen viele Menschen die Löwenzahnblätter nicht “runter”: zu Bitter, sagen sie. Es gibt aber Hilfe: Fange mit den Blüten an! Und lege die Blätter 1 Stunde in Salzwasser ein, das “hilft”. Es geht schnell, sich wieder an das Bittere zu gewöhnen. Der Körper fordert es dann regelrecht ein. Als hätte er im Flut des Zuckers vergessen, was er wirklich braucht, doch dann erinnert er sich. Und bald bist du bereit für die ultimative Bitterkeit in der Wurzel dieser unglaublichen Pflanze, die ähnlich stärkend wirkt, wie das teure Ginseng.

Salvestrol – der Wunderstoff  gegen krankheiten und Schmerzen

– ist besonders in Brunnenkresse, Hagebutte, Kamille, Löwenzahn, Mariendistel, Minze, Odermennig, Petersilie, Rauke, Rosmarin, Salbei, Thymian, Wegerich, Weißdornbeeren und Zitronenverbene zu finden.

Salvestrol ist auch in  Bio-Gemüse enthalten, wenn die Pflanze wirklich im Freien gewachsen ist: Vor allem in Artischocken, Auberginen, Avocado, allen Kohlsorten, Kürbis, Paprika, Sellerie, Spargel, Wildkarotten und Zucchini.

Wenn du Kräuter kaufen und nicht selber sammeln willst, dann bitte in deiner Apotheke

Warum Kräuter in der Apotheke beziehen und nicht als Tee im Supermarkt? Weil eine Heilpflanze (dazu zählen viele Gewürze und Kräuter) ein langes Leben nach dem Pflücken und trocknen auf dem Weltmarkt haben: Zunächst landen sie zum Verkauf in der Apotheke. Hier erhalten wir also die frischeste Ware. Nach einem Jahr werden sie neu verpackt und im Supermarkt als “Küchenkräuter-und Gewürze” verkauft. Nach zwei Jahren im Regal werden sie wieder in irgendeiner Produktionshalle aus-und umverpackt, um nunmehr als “Tee” in einem Supermarkt angeboten zu werden.

Hier gelangst du auf eine Seite, wo es eine Tabelle gibt, wann du welche Kräuter sammeln kannst, und wie du sie zu schmackhaften Rezepten verarbeitest: https://pagewizz.com/gesunde-wildkraeuterkueche-im-fruehling/

Falls du dich nicht nur mit frischem Grün vor der Haustür begnügen willst

-dann ist dieses Buch ein wertvoller Begleiter: “Praxis Heilpflanzenkunde” von Michaela Girsch und Ursel Bühring, 2016 Thieme. Es werden leicht umsetzbare Therapiekonzepte für die gängigsten Beschwerdebilder und chronischen Erkrankungen. Und das Beste für mich: Auch Dosierungen und Bezugsquellen werden genannt.

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